29
Jan
2010

10 Chipsfabrik

Viel schöner wäre, Kartoffelchips selbst herzustellen. Das Bestechende ist das Produkt. Es ist vegan, lässt sich biologisch herstellen, vielleicht sogar gesund (das viele Salz soll ja so schädlich sein), es ist lebensnotwendig und die Kunden bleiben erhalten, denn Chips machen (tststs, wie kommen Sie denn auf süchtig?) immer wieder glücklich.
Ich wäre ein prima Chipsfabrikant, ich bringe eine Menge Erfahrung mit dem Produkt mit. Das wäre jetzt wirklich mal etwas, das ich probieren kann. Flugs im Internet geschaut, wie das geht, und dann mal ausprobiert. Vielleicht mach ich das. Was Konkretes!

9 Mensch&Technik

Der letzte Eintrag hat mich auf die Idee gebracht, dass es im Gegensatz zu Archiven und Festplatten/Medien, die für Archivzwecke genutzt werden, auch so was wie „biologische Lagerung“ geben sollte, wo die Sachen nach und nach vergammeln, wenn sie nicht mehr genutzt werden. Dann wäre die letzte Idee, die ich 2006 zum letzten Mal gespeichert habe, schon verrottet und ich müsste mich gar nicht mehr damit abgeben. Die Idee in diesem Absatz ist also die neue „Organic Storage“-Reihe einer Festplattenfirma, auf der die Dateien mit den gängigen Dateiverwaltungsprogrammen nur richtig schwarz auf weiß angezeigt werden, wenn die frisch gespeichert sind, und dann nach und nach verblassen, bis sie irgendwann verschwinden und dann auch nicht mehr geöffnet werden können.
Das müsste noch gar nicht mal ein neuer Festplattentypus sein, es würde auch reichen, wenn das eine Software wäre, so was wie das Organic-Storage-Add-On für den Windows Exporer.

So ein Unsinn.
Entspringt meinem verzweifelten Wunsch, von meiner digitalen Arbeitsumgebung nicht ständig dazu gezwungen zu werden, wie eine Maschine zu denken, zu speichern und zu handeln.

7 Kinder der Gemeinschaft

Allermeistens fallen mir ja Filme ein, oder jedenfalls sehr oft. Ich werde auch immer noch als Dokumentarfilmer wahrgenommen, obwohl ich gerade nicht eben dick im Geschäft bin. Wenn ich gefragt werde, was mein aktuellstes Projekt ist, dann sage ich, dass ich am liebsten einen Film über die Kinder im Ökodorf Sieben Linden drehen würde. So ein Film würde eine sehr inspirierende Perspektive auf „Gemeinschaft“ an sich und auf unser „Ökodorf“ im Besonderen eröffnen, aber auch Einblicke in das Leben der „Kinder der Gemeinschaft“ geben, die wir bislang noch nicht haben - obwohl die Frage wesentlich ist, was wir den Kindern mit unserem Lebensstil bieten und mitgeben können; daran muss sich unsere Idee „Ökodorf“ doch messen. Außerdem wäre das ein schöner Film, den viele gerne sehen würden. Das Interesse am „alternativen Leben“ ist ja da, und aufmerksame Neugierige wissen genau, dass die Kinder ganz deutlich spiegeln, wie erfolgreich wir unsere Projekte in die Tat umsetzen.

Wenn ich geschäftige Knirpse durch unser Dorf ziehen sehe, völlig von einem eigenen Bau- oder Spielprojekt absorbiert, dann wird mir manchmal erst klar, was wir mit oder trotz unseren erwachsenen Diskussionen, Rechnereien, Strukturüberlegungen, Konflikten, Befindlichkeiten, Geldsorgen und Beziehungsthemen hier schon geschaffen haben - einen geschützten Raum für die Kinder. Als ob die Kinder diejenigen sind, die von der Idee Gemeinschaft am meisten profitieren.
Das würde es im Film aber auch für ältere Kinder zu überprüfen gelten, deswegen würden mehrere (drei?) Kinder/Kindergruppen beobachtet, auch mit unterschiedlichen Mitteln, denn es gälte, nah bei ihnen zu sein. Vielleicht würde das in manchen Fällen nur gelingen, indem die Kinder ins Filmen einbezogen würden.
Wenn die Dreharbeiten und das entstehende Produkt entsprechend gelingen, wäre natürlich interessant, die porträtierten Kinder auf ihrem weiteren Lebensweg zu begleiten. Ich vermute, diese Absicht lässt Redakteure von heute vor Schreck erstarren (Folgekosten!) - aber schon mit dem Altersquerschnitt des hier angerissenen Films könnte herausgefunden werden, welche Bedürfnisse der Kinder von einer gemeinschaftlichen, „alternativen“ Lebensweise befriedigt werden und welche nicht. Die Teenager müssen sich natürlich viel mehr mit den Widersprüchen zwischen Heimatgemeinschaft und Außenwelt (Schule, Freunde, Verwandte, Medien) beschäftigen als Vorschulkinder - für den Film hochinteressant.

Diese Idee ist lebendig, das merke ich, wenn ich sie aufschreibe. Und weil ich trotz einigem Unsinn, den ich in diesem Blog hinterlasse, auch ernst genommen werden will, weise ich mal eben darauf hin, dass einige meiner Ideen durchaus schon wahr geworden sind:
  • „Mein Heimatfilm“ (wurde zu „Schnee von Gestern“) war eine Idee von 2001, die 2004 zum ersten Mal aufgeschrieben, dann vielfach präsentiert, schließlich gedreht und nachgearbeitet wurde. Es gab eine erfolgreiche Premiere und inzwischen Filmplakate und fertige DVDs mit Untertiteln und Bonusmaterial. Fix und fertig, wenn auch nicht so erfolgreich wie gewünscht.
  • „Leben unter Palmen“, mein Film übers Ökodorf Sieben Linden, kommt immer wieder richtig gut an, lief auf Festivals und im Fernsehen. Die Idee kam im April 2001, an Sylvester desselben Jahres konnte ich den Rohschnitt präsentieren.
  • Ideen, die nicht ursprünglich von mir selbst initiiert, aber ausgestaltet wurden, waren die Filme übers „Los Geht's“, über „Genfrei Gehen“ und über das Projekt „U-DJ“ - allesamt zur Zufriedenheit der Auftraggeber fertiggestellt. „Es geht ja um Mutti.“, mein Diplomfilm, lief schon zweimal im Fernsehen und wurde richtig gut besprochen.
  • 1997 schrieb ich einen Roman. Der entspricht allerdings nicht mehr meinen heutigen Vorstellungen von Literatur.

6 Besserwisser

(übrigens, tatsächlich, inzwischen geht es mir schon viel besser, wie unter #3 prophezeit)(wussten Sie eigentlich, dass die Raute „#“ im Englischen „Nummer“ bedeutet? Nein? Dabei ist das eine sehr sinnvolle Abkürzung. Da fällt mir eine alte Idee ein:)
Der Besserwisser.
Ich bin vom Typ her ja ein Besserwisser. Ich glaube grundsätzlich, „dass ich das auch kann“ (und trete allen Arten von Leitungsfiguren, Autoritäten und Stars skeptisch und sogar ein bisschen herablassend gegenüber) und dass ich Dinge, die nicht in irgendwelche Spezialgebiete (Hirnchirurgie, Großviehzerlegung, Automechanik) fallen, besser weiß. Es ist erwiesen, dass das nicht stimmt, aber erstaunlich oft scheine ich Dinge abgespeichert zu haben, die den größten Teil der Zeit überflüssig sind und die sich andere deshalb auch nicht merken, die für mich aber eben immer abrufbar sind. Und ein paar Sachen sind dabei, die sind immer wichtig, scheinen es aber nie zum Allgemeinwissen gebracht zu haben. Da erwähne ich gern das Thema Luftfeuchtigkeit - insbesondere in Innenräumen, insbesondere im Winter. Nur mit meinem Wissen zu dem Thema kann man verstehen, warum überhaupt gelüftet werden soll, warum Fenster im Winter nicht gekippt werden dürfen, warum Luftbefeuchtung meist Unsinn ist usw. Ich werde jetzt nicht weiter darüber schreiben, es ist ja schließlich kein Luftfeuchtigkeitsblog; ich will nur ein Beispiel dafür geben, welche Themen Der Besserwisser in seinem 90 minütigen Bühnenprogramm auf witzige und lehrreiche Weise behandeln wird. Ich werde damit erst in Cafés und auf Kleinkunstbühnen touren, bis ich dann evtl. mal Hallen fülle oder Sie als Besserwisser auf dem heimischen Fernsehschirm besuche. Ich habe mir noch nicht die Zeit genommen, ein Programm auszuarbeiten, irgendwo habe ich schon mal gesammelt, aber das finde ich jetzt nicht.
Für diese Idee müsste ich natürlich auch ein wenig Mut zusammensammeln, bisher habe ich vor allem auf der Berlinale vor vielen Menschen gesprochen, also selten, nämlich dann, wenn ich nach dem Film beim Gespräch mit dem Regisseur um das drahtlose Mikrofon gebeten habe und immer, zu jedem Film, meistens als Erster, eine intelligente Frage in den Saal mit seinen 1000 Zuschauer_innen gestellt habe (komisch eigentlich, dass das noch nie jemandem aufgefallen ist - aber ich war ja auch immer nur bei drei Filmen pro Tag).
Ich musste da aber auch niemanden unterhalten und es ist nicht üblich, fragende Zuschauer auszubuhen.

5 900er-Nummer

A propos „rufen Sie mich an“, ich hatte noch die Idee, mir eine 900-er Nummer zu besorgen, und wenn jemand was von mir will, soll er/sie diese Nummer anrufen und dafür bezahlen (99 Cent pro Minute). Dann wäre ich so entspannt am Telefon und würde auch die unsinnigsten Computerprobleme ganz gelassen mit Ihnen durchgehen. Ich bin nämlich ein tendenziell militant gelangweilter Telefonierer. Die 900-er-Nummer wäre für ganz viele Zwecke toll und könnte für viele der hier beschriebenen Ideen hilfreich sein. Ich könnte sie auch HIER IN DIESEN BLOG stellen, und wann immer dieses (natürlich rote) Telefon klingeln würde, würde ich schmunzeln und mich mit einem langgestreckten (Guten Tag, was kann ich für Sie tun?) melden...
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Der Mann mit den 1000 Ideen

Was ist das hier?

"Die Ideen kommen und es ist schön, wenn sie kommen..." Eine Einführung zu dieser Seite finden Sie ganz unten, zu Beginn des ersten Eintrages. Ansonsten ist noch darauf hinzuweisen, dass dies hier nicht nur eine bestenfalls unterhaltsame, amüsante Kolumnensammlung ist, sondern tatsächlich eine Aufzählung von mehr oder weniger guten Ideen - die ja vielleicht mit Ihrer Hilfe in die Welt wollen! Also, kommentieren Sie Ideen, die Sie irgendwie ansprechen. Mal sehen, ob dann mehr draus wird, als wenn ich die Ideen nur in meine Privatkladden kritzele...

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